Was steckt hinter der Anbieternkennzeichnung?

Hier geht’s um Transparenz, nicht um Bürokratie-Müll. Wer ein Online-Glücksspiel anbietet, muss sofort erkennbar sein – und das Gesetz verlangt klare Signale. Ohne diese Kennzeichnung ist das Spiel schnell im Graubereich, und das Risiko, von Aufsichtsbehörden abgezogen zu werden, steigt exponentiell.

MEDIENG: Der Grundstein

MEDIENG, die Mediengesetz-Verordnung, definiert den Rahmen. Sie schreibt vor, dass jede Plattform, die Werbung für Glücksspiele schaltet, ein eindeutiges Logo und eine Lizenznummer sichtbar platzieren muss. Kurz gesagt: Keine versteckten Buttons, kein „kleines Print-Feld” im Footer – das ist ein No-Go. Und ja, das Logo muss in der Größe mindestens 30 Pixel hoch sein, sonst wird’s von den Prüfern sofort abgelehnt.

ECG: Der Feinschliff

ECG, das Glücksspiel-Entfernungsgesetz, geht einen Schritt weiter. Es verlangt nicht nur die Kennzeichnung, sondern auch einen Hinweis auf die verantwortungsvolle Spielpraxis. Das bedeutet, dass neben dem Lizenzlogo ein kurzer Hinweis wie „Spielen Sie verantwortungsbewusst” Pflicht ist. Ignorieren? Dann gibt’s Geldstrafen bis zu 500.000 Euro. Und das ist kein Gerücht, das ist Gesetz.

Wie setzt man das praktisch um?

Erst das Logo einbinden – am besten im Header, wo es sofort ins Blickfeld fällt. Dann die Lizenznummer daneben, lesbar und in einer gut lesbaren Schriftart. Danach, fast wie ein After-Party-Hinweis, den Responsible-Gaming-Text in kleiner, aber gut lesbarer Schrift. Alles muss auf jeder Seite gleich aussehen, egal ob Mobil- oder Desktop-Version.

Fallen, die man vermeiden sollte

Kein „kleines” Logo im Footer. Kein verstecktes Hinweisfeld, das erst beim Scrollen auftaucht. Kein CSS-Trick, der das Logo nur für bestimmte Browser sichtbar macht. Und definitiv kein Unterschied zwischen Landing-Page und Spiel-Seite – die Kennzeichnung muss konsistent sein.

Ein kurzer Praxis-Check

Öffne deine Seite im Inkognito-Modus, scrolle schnell nach unten und frage dich: Sieht das Lizenzlogo sofort? Ist die Lizenznummer klar? Ist der Responsible-Gaming-Hinweis da? Wenn du bei einem dieser Punkte stotterst, hast du noch Arbeit.

Und hier ist der Deal:

Die Anbieternkennzeichnung nach MEDIENG und ECG ist nicht optional, sie ist Pflicht. Du hast nur einen Versuch, das richtig zu machen – sonst gibt’s Ärger. Also setz das Logo, die Lizenznummer und den Hinweis jetzt um, prüfe jeden Browser und jede Auflösung. Und wenn du das erledigt hast, bist du auf der sicheren Seite.